Logo BundesprogrammDie Stadt Herne nimmt seit September 2019 am ‚Bundesprogramm ProKindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt‘ teil.

Am 15.11. wurde die Koordinierungsstelle des aktuellen Bundesprogramms mit Martina Ackers-Peilert bei den Herner Tageseltern besetzt. Sie arbeitet im Auftrag der Stadt Herne - Jugendamt, FB 42. Jennifer Zimny ist dort ebenfalls Ansprechpartnerin für das Bundesprogramm.

Mit dem Bundesprogramm „Prokindertagespflege: Wo Bildung für die Kleinsten beginnt“ stärkt das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend gezielt die Weiterentwicklung der Kindertagespflege. Von Januar 2019 bis Dezember 2021 werden 47 Modellstandorte gefördert. Nach dem Motto „Qualifiziert Handeln und Betreuen“ setzt das Bundesprogramm auf Qualifizierung der Tagesmütter und -väter, Verbesserung der Rahmenbedingungen und die Stärkung der Zusammenarbeit mit den Kommunen.

Das Bundesprogramm sieht die Förderung in 7 verbindlichen Themenfeldern vor.

  1. 1.Fachkräftegewinnung und -Bindung
  2. 2.Fachberatung
  3. 3.Vertretung
  4. 4.Inklusion
  5. 5.Zusammenwirken mit Eltern
  6. 6.Merkmale der Kindertagespflege
  7. 7.Vergütung in der Kindertagespflege

In Herne widmen wir uns verstärkt den Themen ‚Vertretung‘ und ‚Inklusion‘.

 

Vertretung:

Es wird ein Konzept zur Vertretung in häuslicher Kindertagespflege und in Großtagespflegestellen erarbeitet. Der Aufbau eines verlässlichen Vertretungsnetzes orientiert sich dabei an den Bedürfnissen der Kindertagespflegepersonen. Die Vertretungspersonen erhalten Beratung und Begleitung beim Aufbau der Vertretungsstellen und bei der fachlich inhaltlichen Gestaltung der Vertretungssituation.

Inklusion:

Für die inklusive Betreuung in der Kindertagespflege wird ein Leitbild geschaffen. Dazu soll eine Definition des Begriffs Inklusion erarbeitet werden, die von allen getragen wird. Zukünftige und bereits tätige Kindertagespflegepersonen sollen für das Thema sensibilisiert werden. Die Vernetzung mit den „Frühen Hilfen“ und anderen Kooperationspartnern vor Ort wird zielgerichtet verstärkt.

Darüber hinaus werden die vorhandenen Werbe- und Informationsmaterialien überarbeitet und auf den neuesten Stand gebracht. Ein Elternfragebogen wird entwickelt, eingeführt und evaluiert. Ebenso findet eine Evaluation zum bisherigen Verfahren der Bildungsdokumentation statt. Konzepte zur Beratung und Begleitung von GTP sowie der Raumgestaltung werden erarbeitet und implementiert. Die Vernetzung der Kindertagespflegepersonen untereinander und im Sozialraum soll weiter gefördert werden. Auch die Anpassung geldlicher Leistungen steht auf dem Programm.

Die Qualifizierung von Kindertagespflegepersonen nach dem neuen Qualitätshandbuch (QHB I und II) findet in Herne bereits seit 2017 statt. Herne ist damit eine der wenigen Städte, die gemäß den neuen Richtlinien / gesetzlichen Vorgaben des KiBiZ qualifiziert. Die TeilnehmerInnen haben bereits sehr durch die kompetenzorientierte Ausrichtung der Qualifizierung profitieren können.

Wir erhoffen uns durch das Bundesprogramm Prokindertagespflege ein starkes Profil der Kindertagespflege in Herne durch Qualität und professionelles Handeln. Dies soll auch in der Öffentlichkeit sichtbar werden.